Glossar

Zwischenablesung

Auch: Zwischenablesungen · Stichtagsablesung

Die Zwischenablesung ist die Ablesung der Verbrauchszähler zu einem Stichtag innerhalb des Abrechnungszeitraums, üblicherweise beim Wechsel der Mietpartei.

Sie beantwortet eine einfache Frage: Welcher Teil des Jahresverbrauchs gehört zu welchem Mietverhältnis? Ohne Stichtagswert bleibt nur die zeitanteilige Aufteilung des Gesamtverbrauchs – rechnerisch möglich, aber unfair, wenn ein Auszug im Mai stattfindet und der Verbrauch überwiegend in der Heizperiode anfällt.

Bei Heizkosten ist die Aufteilung nach Zeit deshalb nicht zulässig. Die Heizkostenverordnung sieht für den Nutzerwechsel eine Ablesung vor; ist sie nicht möglich, muss nach einem anerkannten Verfahren – etwa der Gradtagszahlenmethode – auf die Zeiträume umgelegt werden, nicht schlicht taggenau.

Die Kosten der Zwischenablesung sind nicht umlagefähig auf die übrige Mieterschaft; sie fallen anlässlich des Mieterwechsels an und gehören nicht zu den laufenden Betriebskosten.

Der praktische Ort für den Wert ist das Übergabeprotokoll; in RoofRunner läuft er in die Historie der Zählerstände.

Häufige Fragen

Muss beim Auszug abgelesen werden?

Bei verbrauchsabhängig abgerechneten Positionen ja. Ohne Stichtagswert muss nach einem anerkannten Verfahren umgelegt werden, was streitanfälliger ist.

Wer trägt die Kosten der Zwischenablesung?

Sie sind keine laufenden Betriebskosten und daher nicht auf die übrigen Mieter umlagefähig.

Begriffe kennen ist das eine.

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